Foto: Helmut Stampka

Weiterlesen: 75 km Radtour

„Tief drin im Böhmerwald“ radelte eine 14-köpfinge Gruppe durch die bergige Landschaft im westlichen Teil des Nationalparks Böhmerwald. Auch wenn die Teilnehmer mit E-Bikes unterwegs waren, mussten sie sich stark anstrengen, um die 75 km lange Tour mit 1200 Höhenmeter zu bewältigen. Am Ende schafften es aber alle und waren stolz auf ihre Leistung.

Geplant und geführt wurde die Radtour von Hubert Gibis, dem Wanderführer der Waldvereinssektion Freyung. Vom Start in Buchwald (Bučina) an der bayerischen/ böhmischen Grenze radelten die Teilnehmer am Postberg hinauf zur Quelle der „Warmen Moldau“ am Osthang des Schwarzen Berges (Černá hora). Nach einem Trunk vom Quellwasser fuhren die Radler weiter nach Pürstling (Březnik) und anschließend entlang des „Maderbaches“ hinunter nach Mader (Modrava). Gemächlich ging es dann eine lange Strecke weiter am „Großen Müllerbach“ zur Ahorn-Säge (Javoří Pila). Ab hier war wieder Kondition gefragt, denn nun mussten die Teilnehmer fest in die Pedale treten, um vorbei am Oblik auf den 300 m höher gelegenen Mittagsberg (Polednik) hinaufzugelangen. Die „Puste“ war weg und man legte auf der Bergkuppe (mit einer ehemaligen Radarstation) eine längere Pause ein. Die Rückfahrt gestaltete sich wesentlich leichter als die Hinfahrt. Vom Mittagsbergs ging es gleich flott hinunter in Richtung Stubenbach (Prášily), einem 400 m tiefer gelegenen Touristenort. Unten angekommen war auch die nächste Etappe leicht zu bewältigen, denn man fuhr in etwa 900 m Höhe ziemlich eben zur Ortschaft Rehberg (Srní) und entlang des Tetov-Kanals bis nach Antýgl. Dann wurde es wieder anstrengender, denn die Gruppe strampelte an der Vydra entlang hinauf nach Mader (Modráva). Hier erfolgt eine kurze Einkehr im Hotel Klostermann, bevor man sich auf die letzte Etappe von Mader über Philippshütte und Außergefild (Kvilda) nach Buchwald machte. Nach einer 7-stündigen Fahrt gönnten sich die Teilnehmer zum Ausklang im Café Böhmerwald in Finsterau eine Tasse Kaffee und der dort wartende 1. Vors. Kaspar bedankte sich beim Tourenführer für die Planung der Tour und bei allen Radlern für die Teilnahme an dieser anspruchsvollen Radtour.

Bericht: Hubert Gibis und Helmut Stampka

Fotos: Hubert Gibis

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Wanderung auf der „Via Nova“ im Böhmerwald

Eine weitere Etappe auf dem „Via-Nova-Pilgerweg“ im Böhmerwald marschierte am 16. Juli eine 16-köpfige Gruppe der Waldvereinssektion Freyung. Die vom Vereinsvorsitzenden Helmut Kaspar organisierte Wanderung führte von Annin (Annathal) nach Sušice (Schüttenhofen) im Svatobor-Bergland. Diese 10 km lange Strecke ist zugleich auch ein Teilstück des „Gunther-Steiges“ (Vintířova Stezka), der von Niederaltaich nach Prag führt. Nachdem der Hl. Gunther (Vintíř) mit 90 Jahren um 1045 n.Chr. in der Einsiedelei bei Gutwasser verstorben war, wurden seine sterblichen Überreste später in das Benediktiner-Kloster Brevnov in Prag überführt.

Die Wanderung auf dem Pilgerweg führte die Gruppe zunächst entlang der Otava (Wottawa) durch ein Waldstück und über Wiesen zu der vier Kilometer entfernten Ortschaft Nuzerov (Nuserau). Einst zündeten hier die Ortsbewohner ein Feuer an, wenn fremde Truppen in Böhmen einbrachen. Nach Nuzerov durchquerte die Wandergruppe eine uralte Kirschplantage, bevor die Ortschaft Páteček erreicht wurde. Bei einer Wehr hinter der Ortschaft wies eine Tafel auf die Goldwäscherei hin. Kurz darauf wurden zwei sehr große „Seifenhügel“ entdeckt, die beweisen, dass hier einst Gold gewaschen wurde. Einige Kilometer weiter erreichten die Wanderer schließlich die Stadt Sušice (Schüttenhofen). Einst als Goldwäscher-Siedlung gegründet, war die Ortschaft vom 12.-13. Jhdt. Im Besitz der Bayer. Grafen von Bogen, die 1273 die Ortschaft an das Königreich Böhmen abtraten. Wirtschaftlich entwickelte sich die Stadt Schüttenhofen durch die Goldwäsche an der Wottawa, den Handel mit Bayern über den Goldenen Steig und die spätere Produktion von Phosphor-Streichhölzern. In der Stadt besuchte die Gruppe zunächst einen jüdischen Friedhof, danach kehrte sie in der Brauereigaststätte (Pivovar) „Švelch“ ein. Dort bedankte sich der Vereinsvorsitzende bei Helga Mayerhofer und Hannerl Hartl für die Unterstützung bei der Wanderung. Nach gutem Essen und Bier wieder zu Kräften gekommen war, ließen sich die Teilnehmer mit dem Bus zum 845 m hohen Berg Svatobor (Heiliger Hain) hinauffahren. Wegen des schlechten Wetters bestiegen nur einige Teilnehmer den 32 m hohen Turm. Ein kurzer Aufenthalt, dann fuhren die Teilnehmer mit dem Bus wieder hinunter nach Sušice, besichtigten die Kirche des Hl. Wenzel und den Abschluss des Ausfluges bildete eine Fahrt hinauf zur „Wallfahrtskapelle des Heiligen Schutzengels" (Kaple Anděla Stráž).

Bericht: Elmar Hart u. H. Stampka

Fotos: H. Gibis und F. Uhrmann

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Wanderung nach Kleinwiesen

Der Start erfolgte um 13:00 Uhr beim Parkplatz der Firma NORMA in Freyung. Zwanzig Vereinsmitglieder begleiteten Edna Kinadeter bei dieser Kurzwanderung. Die Route ging über den Galgenhügel und Marterberg zum Baderstein, dann weiter bergab nach Kleinwiesen. Dort Einkehr im Gasthof Groß.

Beim Rückweg wanderte man über den Harsdorfer Steig zum Startpunkt Norma. Ein Teil der Wandergruppe ließ sich mit dem Pkw abholen.

Gehzeit: nach Kleinwiesen: 2 Stden, zurück nach Freyung: 1,5 Stden.

Bericht: Edna Kinadeter

Fotos: Dr. Peter Dillinger

 

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10 Jahre Mittwochs-Wanderungen für den Waldverein Freyung

 

Mittwochs-Wanderungen „Rund um Freyung“ gibt es schon seit vielen Jahren. Ursprünglich von der Stadt Freyung organisiert, hat sich der Waldverein Freyung unter Vorsitz von Helmut Kaspar vor 15 Jahren bereit erklärt, diese Wanderungen in Zukunft ehrenamtlich weiter zu führen. Die ersten fünf Jahre führte der damalige Vereinswanderwart Herbert Weißbacher mit Engagement und Freude die Touren für wanderfreudige Urlaubsgäste und Freyunger Bürger.

Im Juli 2010 übernahm die bekannte Sportlerin und engagiertes Waldvereinsmitglied Edna Kinadeter diese Aufgabe, unterstützt von Kurt Ludwig. Seitdem finden die Wanderungen jeweils am 3. Mittwoch im Monat statt. Treffpunkt und Start ist um 9:00 Uhr beim Kurhaus in Freyung. Nahmen früher an diesen Wanderungen überwiegend Touristen teil, sind es heute hauptsächlich Freyunger Bürger und Bürgerinnen, die sich an der 2 ½ stündigen Wanderung im Stadtbereich erfreuen. Bei den Wanderungen werden starke Anstiege vermieden, bei mäßigem Tempo erfreuen sich die meist älteren Teilnehmer an der Natur und schätzen auch die Unterhaltungen und den Austausch von Neuigkeiten. Im Anschluss an die Wanderungen wird manchmal auch ein Café besucht. Im Februar wird immer am Aschermittwoch gewandert und anschließend ein Fischessen in einem Freyunger Lokal angeboten. Im Dezember übernimmt Herr Ludwig die Wanderung und besucht mit den Teilnehmern auch die St. Gunther-Kapelle am Oberfeld, wo Adventslieder gesungen werden und der Wanderführer einige Gedanken zur Adventzeit vorträgt. Zum Abschluss wird in einem Café eingekehrt, wo die Frau Ludwig der Wandergruppe lieblich vorbereitete kleine Geschenke überreicht.

Bei der letzten Vorstandssitzung dankte der 1. Vorsitzende Helmut Kaspar Edna Kinadeter für Ihr langjähriges Engagement und sprach die Hoffnung aus, dass Edna diese Tradition noch lange für die Stadt Freyung aufrecht erhalten wird.

Bericht: Helmut Stampka

Foto:     Dr. Peter Dillinger.

 

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Eine weitere schöne Wanderung für die Waldvereinssektion Freyung organisierte der

Vereinswanderwart Hubert Gibis im Grenzgebiet zwischen dem Bayerischen- und dem Böhmer-Wald. Mit ihren Privat-Pkw´s fuhren die Teilnehmer zum Parkplatz am Oberen Reschbachtal.

Dort wurden Sie vom 1. Vorsitzenden Helmut Kaspar begrüßt und nach einer kurzen Schilderung der Tour durch den Wanderführer machten sich die 19 Wanderer auf den Weg. Dieser führte auf dem „Lusensteig“ entlang des „Kleinen Schwarzbaches“ zwischen dem „Steinbergfleck“ und dem „Hohen Filzberg“ steil hinauf bis zur Weggabelung bei der Einmündung der „Langfilzseige“ in den Kl. Schwarzbach. Hier hatte man die Auswahl zwischen einem Aufstieg Richtung Norden zum „Kirchlinger Stand“ oder Richtung Westen zum Lusen. Der Wanderführer hatte letztere Richtung vorgegeben und so ging die Tour weiter, ein Stück entlang der „Langfilzseige“ und dann zum Marktfleckl an der Grenze zur Tschechien. Hier gönnte sich die Gruppe eine kleine Verschnauf-pause, denn immerhin hatte man bereits 450 Höhenmeter geschafft. Aber der Lusengipfel war schon in Sicht und mit den noch vorhandenen Kraftreserven bewältigten die Tourengeher das 70 m hohe Steinmeer und genossen am Berggipfel den schönen Rundblick auf die nahe gelegenen Berge des Bayerwaldes und des Böhmerwaldes.

Nach einer Erfrischung in der Lusenschutzhütte begann dann der Abstieg. Gleich ging es wieder steil hinunter bis zum „Jägerriegel“ am Südwesthang des Hohen Filzes. Ab hier war es dann ein bequemer, fast ebener Weg zum Tummelplatz. Dort stellten sich die Tourengeher zum Gruppenfoto auf. Anschließend machte man noch zwei „Abstecher“ auf nahegelegene Bergkuppen. Während eine Gruppe mit dem Wanderführer zum „Großalmeyerschoß“ hinaufkletterte, wanderte die zweite Gruppe mit Marita Schiller auf den Sulzriegel. Kurze Zeit später trafen sich alle Tourengeher wieder am Tummelplatz und gemeinsam marschierten Sie auf dem „Brunntobelweg“ den letzten Abschnitt hinunter zum Parkplatz am Oberen Reschbachtal. Nach einer 5 ½ stündigen Wanderung stiegen die Teilnehmer dann in ihre Pkw´s und fuhren nach Finsterau zum „Reindlessen“ im Café Böhmerwald. Dort bedankte sich der 1. Vorsitzende Helmut Kaspar bei Herrn Gibis für die Auswahl der anspruchsvollen Route und die gute Führung und auch die Wanderer waren froh, dass Sie sich entschlossen haben, an dieser Wanderung teilzunehmen und dabei einen sonnigen Herbsttag erwischten.

Bericht: Helmut Stampka

Fotos: Hubert Gibis