Foto: Helmut Stampka

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Radltour zum Plöckensteiner See (Plešné jezero, Cz)

Bei der zweiten Radltour der Waldvereinssektion Freyung in diesem Jahr hatte der Vereinsvorsitzende Helmut Kaspar eine der bisher anstrengendsten Strecken ausgewählt: Vom Start in Nové Udoli (Neuthal) in 830 m Höhe mussten die Radler 270 Höhenmeter überwinden, um zum Plöckensteiner See zu gelangen. Trotzdem schafften es alle 18 Teilnehmer mit oder dank ihren E-Bikes. Seit es diese mit einem Motor ausgerüsteten Fahrräder gibt, hat sich die Vereins-Radlergruppe vergrößert und es macht offensichtlich viel Spaß, mit geringen Körperkräften steile Anstiege zu überwinden.

Von Neuthal fuhr die Gruppe zunächst nach Tusset (Stožec) und von dort hinauf zum Schwarzenberger Kanal (Schwarzenberský kanál). An diesem Kanal radelte man einige Kilometer entlang Richtung Neuofen (Nová Pec). Dann verließen die Radler den Schwemmkanal und fuhren die steile Strecke hinauf zum Plöckensteiner See. Trotz Motorunterstützung war hier eine gewisse Kondition notwendig, um diesen Anstieg zu schaffen. Am See angelangt wurde eine Erholungspause eingelegt.

Erfrischt und guter Laune ging es anschließend wieder hinunter zum Schwarzenberger Schwemmkanal und an diesem wurde weiter geradelt bis Nová Pec. Dort erfolgte ein längerer Zwischenstopp und die Gruppe erholte sich im Restaurant bei einem guten Essen und einem kühlen Getränk. Auf dem Rückweg fuhren die Radler auf dem geteerten Talweg über Černý Křiž (Schwarzes Kreuz) und Tusset wieder zurück nach Nové Udoli.

Nach einer fast 6-stündigen Fahrt (incl. Pausen) mit einer Gesamtstrecke von 51 km erreichte die Gruppe wieder ihren Ausgangspunkt in Nové Udoli, von wo mit den Privat-Pkws die Rückfahrt angetreten wurde. Dank des guten Wetters und der anspruchsvollen und schönen Strecke waren die Teilnehmer sehr zufrieden und bedankten sich zum Abschluss bei Ihrem Vorsitzenden.

Bericht Helmut Stmpka

Fotos: Christl Gibis und Hubert Gibis

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Thurmansbang

Auf dem Rundweg ab Thurmansbang zum Aussichtsturm Ochsenstiegl, mit Ausblick zu den Grenzbergen, gen Thurmansbang, Schloss Fürstenstein und Eging am See. Sodann talwärts weiter zur sog. Papst-Benedikt-Kapelle bei Schlinding, wo Rast eingelegt wurde. Rückweg durch das Tal des Ranfelser Bachs und Roitham.

Gesamtstrecke: 8,5 km

Einkehr im Gasthaus „Mühlhiasl“ im Museumsdorf bei Rothau.

Kurzbericht von Dr. Peter Dillinger 

Fotos von Luise Weiderer

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Auch die 8. Etappe auf dem Pilgerweg „Via Nova“ wurde wieder vom 1. Vorsitzenden Helmut Kaspar für die Waldvereinssektion Freyung organisiert. Nach einer Fahrt mit Privat-Pkw´s von Freyung über Obermoldau und Außergefield nach Mader begann dort die Wanderung. Mader ist ein bekannter Touristenort im „Nationalpark Südböhmen“, wo sich die drei Quellbäche vom Rachel, Lusen und Schwarzberg zur Widra (Vydra) vereinigen. Dieser wildromantische Bach wiederum fließt auf seiner Länge von etwa 10 Kilometern 365 m steil hinab zur „Vinzenz-Säge“, wo er mit dem Kieslingbach zusammentrifft und ab dort der Fluss den Namen Otterbach (Otava) trägt.

Die Wanderung der 11-köpfigen Gruppe begann in Mader (1.000 m) und führte 6 km leicht bergab durch schattige Wälder und bunte Wiesen bis zum „Chinitz-Tettauer-Kanal“ und weiter zum Weiler Rokyta in 900 m Höhe. Unmittelbar daneben befindet sich der Wanderparkplatz (mit Autocamp) von Antiegel (Antygl), an dem eine kurze Pause eingelegt wurde. Erfrischt und gut gelaunt machte sich die Gruppe an den zweiten Teil des Pilgerweges, der direkt neben der Widra liegt und steil hinab zur 365 m tiefer gelegenen Vinzenz-Säge führt. In diesem Teil zeigt die Widra ihre ganze faszinierende Wildheit, wo sich das Wasser um riesige abgerundete Steinblöcke windet und steil hinab ins Tal stürzt. Dieser Wanderweg neben dem Wildbach wurde bereits 1870 nach schweren Waldschäden durch Windwurf als Holztransportweg angelegt. Heute ist er als Lehrpfad ausgebaut, hat 12 Raststellen und in der Mitte dieses Pfades kann man sich in der „Turner-Hütte“ gut verköstigen und erfrischen.

Nach einer 4-stündigen Wanderung gelangte die Pilgergruppe schließlich zum Ziel, nämlich der sog. „Vinzenz-Säge“. Diese wurde Mitte des 19. Jhdt. vom Prager Holzhändler Vinzenz Bubeniček errichtet, jedoch 1912 als Wasserkraftwerk umfunktioniert und seit 1921 ist auch in einem alten Gebäude der Gasthof Haslinger untergebracht. Bei diesem Gasthof wartete die Gruppe auf den Nationalpark-Bus, der sie wieder hinauf nach Mader fuhr. Dort kehrte man in der Restaurant „Klostermann-Chata“ ein und der 1.Vorsitzende bedankte sich zum Abschluss noch beim Ehrenmitglied Dr. Peter Dillinger für die Führung Pilgergruppe, während er selbst ein Teilstück des Pilgerweges mit seinem E.Bike zurücklegte.

Bericht: Helmut Stampka

Fotos: Dr. Peter Dillinger

 

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Eine Wanderung besonderer Art hatte die Waldvereinssektion Freyung seinen Vereinsmitgliedern anzubieten: Eine Tour durch drei zerstörte Dörfer jenseits der Grenze im Böhmerwald, im 18. Jhdt. errichtet und nach dem 2. Weltkrieg um 1956

zerstört und dem Erdboden gleichgemacht. Es waren dies Landstraßen (Silnice), Oberlichtbuchet (Horny Světlé Hory) und Unterlichtbuchet (Dolni Světlé Hory). Nun sind nur noch vereinzelt Mauerreste und einige Kellergewölbe von diesen Dörfern zu sehen.

Hubert Gibis organisierte und führte diese geschichtsträchtige Tour. Er kennt die Geschichte dieser zerstörten Dörfer bestens, hat mit vielen ehemaligen Hausbesitzern bzw. deren Nachkommen gesprochen, Fotos gesammelt und sogar einen Bildband herausgegeben. Unterwegs hat er seine Kenntnisse an die Teilnehmer der Wanderung weitergegeben.

Der Start erfolgte beim tschechischen Zollhaus in Landstraßen, führte auf einer ehemaligen Dorfstraße durch den östlichen Teil des Dorfes bis zur Kaserne an der Hauptstraße. Von dort marschierten die Teilnehmer weiter auf der ehemaligen

Hauptstraße in Richtung Haselberg (Obecni vrch-937 m) zur Wegkreuzung, wo einst eine Kapelle stand (Na Kaplice). Nach einer kurzen Verschnaufpause wanderte man weiter über den sog. „Höhenweg“ zur Kultstätte am Heidenstein (Homole -1056 m).

Der Legende nach haben an dieser Stätte einst die Germanen ihre Opfer den Göttern dargebracht. Die Dorfbewohner zündeten später dort ihr Johannisfeuer an und die Kultstätte war auch bis zum 2. Weltkrieg ein beliebtes Wanderziel der Touristen. Viereinhalb Stunden waren die Wanderer nun unterwegs und man verspürte Hunger und legte eine Brotzeitpause an.

Gut erholt bewältigte die Gruppe dann den letzten Abschnitt dieser Tour. Vom Berg ging es hinunter nach Oberlichtbuchet und weiter über Unterlichtbuchet zum Grenzübergang bei Hinterfirmiansreut, anschließend ein kurzes Stück entlang der bayer.-böhmischen Grenze und dann hinauf nach Mitterfirmansreut ins Restaurant

„Zur alten Schule“, wo die insgesamt 6-stündige Tour beendet und Einkehr gehalten wurde.

Bericht: Helmut Stampka

Fotos: Hubert Gibis